11.01.2026, 18:01
Storyline
Lange glaubte die Menschheit, sie habe den Schrecken gezähmt und unter Kontrolle. Kaiju erhielten Nummern, Fortitude-Level und Kategorien. Ihre Körper wurden studiert, Angriffe ausgewertet und aus den Überresten übernatürliche Waffen erzeugt.
Selbst wenn Städte lichterloh brannten, wurden sie wieder aufgebaut. Alarmsirenen wurden Routine, Angst Teil des Alltags. Doch was keiner von ihnen bemerkte: Mit jedem besiegten Kaiju veränderte sich etwas Unsichtbares.
Der Bruch kam nicht mit einem weiteren, kaum kontrollierbaren Angriff, sondern mit dem Ausbleiben dessen.
Kaiju tauchten auf und verschwanden, lockten Einsatzkräfte hervor, nur um diese ins Leere zu führen. Was augenscheinlich als Fehlalarm gewertet wurde, endete vereinzelt in verschwundenen Trupps. Zurückblieben lediglich präzise zerlegte Kaiju-Kadaver.
Das Bizarre dabei? Sie waren nicht durch Menschenhand zerlegt. Die angewandte Technik unterschied sich zu sehr von all dem, was der Menschheit zu diesem Zeitpunkt bekannt war.
Etwas anderes hatte langsam in den Schatten begonnen, das Schlachtfeld nach seinen Wünschen zu ordnen.
Irgendwo, jenseits der bekannten Sperrgebiete, existiert ein Kaiju, dessen Wesenszüge nicht von Zerstörungswut begleitet werden.
Sein Intellekt überragt den aller anderen Kaiju. Er bewegt sich nicht offen durch Städte, sondern lässt andere für sich kämpfen, testen und scheitern. Er betrachtet die gesamte Welt als sein persönliches Territorium.
Jeder Angriff gilt für ihn als Experiment. Jede Niederlage ist eine neue Erkenntnis. Die Defense Force kennt seinen Namen und Ursprung nicht - auf Grund dessen wird die Information höchst geheim gehalten. In internen Dokumenten bezeichnen sie ihn lediglich als „Dirigent“, weil seit seinem Erwachen die Kaiju nicht mehr wild wüten, sondern handeln, als würden sie geführt werden.
Mit seinem Erscheinen begannen auch einige Menschen zu zerbrechen. Daran, dass sie von Kaiju heimgesucht und als Wirte missbraucht wurden. Denjenigen, die dagegen ankämpften, gelang der Weg zurück unter Mitmenschen, andere wurden hingegen selbst zu den Bestien, die sie fürchteten.
Geführt von einer Stimme in ihrem Kopf, die niemals zu ruhen scheint, bis sie das tun, was sie verlangt.
Der Dirigent sieht sie jedoch nicht nur als reines Werkzeug, sondern als Brüder, stehen sie in seinen Augen über den simplen Kaiju. Mit diesem Wissen verweilt er im Schatten, während er die Welt, die er als seine betrachtet, mit den eigenen Kaiju-Schachfiguren ins Chaos stürzt - ganz nach seiner Wissbegier und Laune.
In der Luft hängt die beunruhigende Gewissheit, dass der Feind nicht schläft, nicht irrt und jederzeit seinen nächsten Zug planen könnte. Die Bevölkerung lebt hingegen selbst noch in Unwissen darüber, während die höheren Instanzen um Antworten kämpfen.


